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Prävention im Erzbistum Köln


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50668 Köln


praevention@erzbistum-koeln.de

Prävention

Prävention von (sexualisierter) Gewalt in der Erwachsenenhilfe

 

Unter Prävention versteht man vorbeugende Maßnahmen, die eine unerwünschte Entwicklung verhindern sollen.

 

Es liegt in der Verantwortung der Institutionen und Dienste, schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene vor (sexualisierter) Gewalt zu schützen! Prävention muss grundsätzlich und selbstverständlich in die tägliche Arbeit mit den Klienten integriert sein. Sie ist ein kontinuierliches pädagogisches Prinzip!

Ziel aller Präventionsmaßnahmen in den Institutionen und Diensten, in denen schutz- oder hilfebedürftigen Menschen sich diesen anvertrauen, ist, geschützte Strukturen zu schaffen, in denen die ihnen Anvertrauten sich sicher fühlen.

 

Dies geschieht auf mehreren Ebenen:

  • Prävention durch wertschätzende Grundhaltung und einer Kultur der Achtsamkeit
  • Prävention durch Ermutigung
  • Prävention durch Schaffung von Sprachfähigkeit
  • Prävention durch eine werteorientierte Sexualpädagogik
  • Erstellen eines Institutionellen Schutzkonzepts

 

Prävention (sexualisierter) Gewalt: Auch in der Erwachsenenhilfe!
Sexualisierte Gewalt ist auch in der Erwachsenenhilfe ein Thema.

 

In der Öffentlichkeit wird die Wahrnehmung von sexualisierter Gewalt im Wesentlichen auf Übergriffe an Minderjährigen fokussiert. Im institutionellen Kontext sind jedoch weit mehr Erwachsene als Minderjährige davon betroffen. In Institutionen sind die Klienten auf die Mitarbeitenden angewiesen und in unterschiedlichem Maße von ihnen abhängig. Oftmals haben die Menschen keine Wahl, in welchen Einrichtungen sie betreut oder von welchen Mitarbeitern  sie begleitet werden. Damit entsteht in Institutionen eine strukturelle Abhängigkeit, die vegleichbar ist mit den Strukturen im Kinder- und Jugendschutz.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gewalt z. B. gegenüber älteren Menschen so: Gewalt gegen ältere Menschen im persönlichen Umfeld ist eine einmalige oder wiederholte Handlung oder ein Fehlen einer gebotenen Haltung innerhalb einer jedweden Beziehung, in der Vertrauen erwartet wird, die bei älteren Personen zu Schädigung und Leid führen.

(Quelle: "Ich kann nicht mehr - Konflikte und Gewalt in der Pflege älterer Menschen", MASGF Brandenburg, www.masgf.brandenburg.de)

 

Sexualisierte Gewalt hört nicht mit der Volljährigkeit auf. In den Erwachsenenhilfeeinrichtungen gibt es Abhängigkeiten und Machtgefälle, die zu Grenzverletzungen oder sexuellem Missbrauch an Menschen führen können, die man ihnen zum Schutze anvertraut hat. Die Maßnahmen zur Prävention und Intervention von sexuellem Missbrauch bei schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen stehen in unserem Fokus und werden vom Erzbistum Köln proaktiv entwickelt.

 

Prävention in der Pflege von erwachsenen Menschen

Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen

Der Runde Tisch Pflege auf Bundesebene hat mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen" erarbeitet. Diese Charta beschreibt, auch für unseren Auftrag in der Prävention (sexualisierter) Gewalt, grundlegende und selbstverständliche Rechte von schutz- oder hilfebedürftige Menschen in Pflegesituationen. Ziel der Charta ist es, die Rolle und Rechtsstellung von erwachsenen Menschen zu stärken, die sich schutz- oder hilfsbedürftig in der Pflege befinden. Die Inhalte der Charta finden sich inzwischen in zahlreichen nationalen und internationalen Rechtstexten wieder.

Sie beinhaltet 8 Artikel, von denen u. a. insbesondere die Artikel 1. zur Selbstbestimmung, Artikel 2. zur Körperlichen und seelischen Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit und Artikel 3. zur Privatheit und dem Schutz der Intimsphäre von besonderer Bedeutung für unser Thema sind.

Im hier beigefügten Dokument wird die Charta übersichtlich erläutert.

Die komplette Handreichung des BMFSFJ finden Sie hier