Autonomie und Verwiesensein auf Andere

......wie geht das zusammen?

“Ich will nicht von anderen abhängig sein” ist eine der häufigsten Begründungen, die angegeben werden, wenn Menschen medizinische Behandlungen oder pflegerischen Maßnahmen für sich nicht in Anspruch nehmen möchten.

29. Oktober 2019 9:30 - 16:30

Anmeldeschluss:

15. Oktober 2019 15:06

“Ich will nicht von anderen abhängig sein” ist eine der häufigsten Begründungen, die angegeben werden, wenn Menschen medizinische Behandlungen oder pflegerischen Maßnahmen für sich nicht in Anspruch nehmen möchten. Von anderen abhängig zu sein, ist eine weit verbreitete Angst. Der Wunsch nach uneingeschränkter Autonomie begründet dann Haltungen und Entscheidungen in Situationen von Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Auf der anderen Seite erfährt der Mensch in seinem Leben immer wieder ganz ‚natürliche‘ Situationen, in denen er sich auf anderen Menschen verwiesen fühlt. Gehört nicht vielleicht dieses Angewiesen sein als anthropologische Grundkonstante zum Menschsein? Zur Verwirklichung der Autonomie ist das Konzept des ‚informed consent‘ bei medizinischen und pflegerischen Entscheidungen wesentlichen Grundlage. Wenn jedoch die Kräfte nachlassen oder eine Angewiesensein auf anderen die Situation prägt, dann braucht es vielleicht noch ergänzende Konzepte, wie sie Überlegungen zu
einer deliberativen Autonomie ein ‚assent consent‘ sein könnten. Diese Ansätze sollen auf dem Ethikforum reflektiert werden.

Termin: Di 29.10.2019


Uhrzeit: 09:30 – 16:30 Uhr


Ort: Caritas-Akademie Köln-Hohenlind (in Kooperation)


Leitung: Ulrich Fink, Pauline Mantell


Referenten: Prof. Dr. Josef Schuster, Frankfurt; Prof. em. Dr. Bernd
Roth, Köln; Pfr. Rainer Schmidt

Anmeldung: bis 15.10.2019 bei der Caritas Akademie


TN-Beitrag: 125,00 EUR inkl. Seminarunterlagen, Mittagsverpflegung
und Pausengetränke, ohne ÜN (ÜN auf Anfrage)