„Zeugen für Christus“ – Biografien und Porträts deutscher Märtyrer erschienen

Erzbistum Köln – Martyrologium – Prälat Dr. Helmut Moll

10. Juli 2019 Newsdesk/he
Prälat Moll stellt zu seinem Geburtstag das Martyrologium vor

Köln. Es könnte gewissermaßen sein eigenes „Geburtstagsgeschenk“ sein: Soeben ist das „ Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ in der bereits 7. Auflage erschienen, herausgegeben von dem Kölner Priester und Theologen Prälat Dr. Helmut Moll, der jetzt sein 75. Lebensjahr vollendete. Bei der Feier zu seinem Festtag im Kölner Maternushaus am Dienstag, 9. Juni, sprach als Festredner der ehemalige bayerische Kultusminister und langjährige ZdK-Vorsitzende Professor Dr. Hans Maier.

Das zweibändige Martyrologium mit dem Titel „Zeugen für Christus“ versammelt Biographien und Porträts von rund 1.000 deutschen und deutschstämmigen Märtyrern unter anderem aus der Zeit des Nationalsozialismus und der kommunistischen Herrschaft und stellt Christen vor, für die ein Selig- oder Heiligsprechungsverfahren abgeschlossen, eingeleitet oder geprüft wurde. Die Anregung zu diesem Werk kam vor inzwischen zwei Jahrzehnten von niemand Geringerem als Papst Johannes Paul II.. Seitdem ist Moll, zugleich Beauftragter des Erzbistums Köln für Selig- und Heiligsprechungen, der Herausgeber im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz.

Moll wurde am 2. Juli 1944 in Euskirchen geboren. Er studierte Geschichte und katholische Theologie und wurde 1973 zum Dr. theol. promoviert – sein Doktorvater war Professor Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.. 1976 wurde Moll in Köln zum Priester geweiht. Von 1984 bis 1995 war er im Vatikan Mitarbeiter der Glaubenskongregation sowie von 1993 bis 2004 Berater der Selig- und Heiligsprechungskongregation. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1995 zum Päpstlichen Ehrenprälaten.