Erzbistum Köln – Erinnerung – Gesprächspartner Feldhoff

12. Februar 2019 (pek190212-mth)

Köln. Über zehntausend Gläubige im Kölner Dom wurden vor 50 Jahren am 2. März 1969 Zeugen, wie Kardinal Josef Frings dem neuen Kölner Erzbischof Joseph Höffner seinen Bischofsstab und damit symbolisch sein Amt weiterreichte.

Hinter den Menschen im Erzbistum Köln lagen bewegende Tage. Am 23. Februar wurde der damals greise und fast blinde Kardinal Frings in einer Messe als Erzbischof entpflichtet. Am 24. Februar wurde Joseph Höffner zum neuen Erzbischof von Köln ernannt. Die liturgische Amtseinführung im Kölner Dom folgte dann am 2. März unter anderem im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke.

Bevor Joseph Höffner zum Kölner Erzbischof ernannt wurde, hatte er sich bereits einen Namen als Wissenschaftler gemacht. Der 1906 in Horhausen im Westerwald geborene Höffner studierte in Trier, Rom und Freiburg Theologie, Philosophie, Soziologie und Volkswirtschaft und beendete sein Studium mit einem vierfachen Doktor. In den fünfziger Jahren gründete und leitete er das Institut für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Joseph Höffner war außerdem als Politikberater tätig und gilt als geistiger Vater einer Rentenreform, die 1957 während der Kanzlerschaft von Konrad Adenauer verabschiedet wurde. 1962 wurde Joseph Höffner zum Bischof von Münster geweiht, der er bis 1969 blieb.

Das „Steckenpferd“ des Bischofs war Zeit seines Lebens die christliche Soziallehre. Sein 1962 erschienenes Werk „Christliche Gesellschaftslehre“ fand weltweit Beachtung und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

 

Zeitzeuge als Interviewpartner: Als ein enger Vertrauter gilt Prälat Norbert Feldhoff. Von 1969 bis 1975 war Feldhoff Höffners Geheimsekretär und von 1975 bis 2004 füllte er das Amt des Generalvikars aus. Prälat Feldhoff ist heute im Ruhestand und steht anlässlich des Jubiläums für Interviews zur Verfügung. Interviewanfragen an Norbert Feldhoff können gern an newsdesk@erzbistum-koeln.de gestellt werden.