Köln – Kunstwerk – 1. Schritt zur Restaurierung

17. Oktober 2019 Newdesk/Je, Domradio

Das von Peter Paul Rubens geschaffene Gemälde „Die Kreuzigung Petri“ in der Kölner Kirche Sankt Peter ist jetzt in einer beispiellosen Aktion auf die Empore der Kunststation gehievt worden. Dort wird es von Restauratoren untersucht, um zu klären, on Konservierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Das über 350 Jahre alte Barock-Gemälde musste für den Transport auf die Empore speziell gesichert werden. Auf einem Sicherheitsgestell konnte das wertvolle Gemälde vorsichtig unter die Empore geschoben werden. Dann wurde ein spezieller Hebekran in die Kunststation gefahren, mit dem das Gemälde seitlich über die Brüstung der Empore gehoben wurde.

In einer speziell eingerichteten Restaurierungswerkstatt soll es in den nächsten Wochen genauer nach Schäden untersucht werden. Die Voruntersuchung an Ort und Stelle birgt den Vorteil, dass das Gemälde weder klimatischen Schwankungen noch dem Risiko einer Beschädigung durch Transport ausgesetzt wird.

 

Gemälde "Die Keuzigung Petri"

„Die Kreuzigung Petri“ von Peter Paul Rubens (1577–1640) ist eines der bedeutendsten Kunstwerke im Erzbistum Köln. Der flämische Maler fertigte dieses Bild im Auftrag der Kölner Familie Jabach als Altarbild für die Pfarrkirche Sankt Peter an, an der er seine Kindheit verbracht hatte. Es gilt als das letzte Werk des Künstlers.

Das Bild zeigt Petrus, der kopfüber von fünf Männern ans Kreuz geschlagen wird. Er hat den Kopf leicht gedreht, den Mund geöffnet. Rechts oben am Himmel erscheint ein Engel mit dem Lorbeerkranz und der Siegespalme. Neben der qualvollen Kreuzigung ist damit auch der Sieg des Glaubens über den Tod im Bild dargestellt, der hier mit körperlicher Wucht dem Betrachter verdeutlicht wird.