Erzbistum Köln - Kloster Heisterbach - Cellitinnen

18. Juli 2019 Gast
Dem Vortrag der Generaloberin Schwester Prema lauschten beim Festakt (von links) Prälat Günter Assenmacher, Weihbischof Schwaderlapp, der Hausgeistliche Pfarrer Georg Kalckert und Pfarrer Peter Wycislok aus Zülpich.

Heisterbach. Seit 100 Jahren leben und arbeiten Schwestern der Genossenschaft der Cellitinnen nach der Regel des heiligen Augustinus im Kloster Heisterbach. Grund genug für die Cellitinnen und die Stiftung der Cellitinnen Marienborn gGmbH in einem Festgottesdienst mit Weihbischof Dominikus Schwaderlapp Dank zu sagen.

Am 17. Juli 1919 machten sich Schwester Belina und Schwester Dafrosa vom „Klösterchen“ in Köln mit einem Lastwagen auf den Weg nach Heisterbach, um das Kloster, das die Genossenschaft der Cellitinnen ein Jahr zuvor erworben hatte, in Besitz zu nehmen. Was sie fanden, war ein heruntergekommenes Gemäuer. Doch die Schwestern krempelten die Ärmel hoch und begannen mit dem Wiederaufbau.

Das Kloster war zunächst als Erholungsstätte gedacht, wurde im Krieg aber Krankenhaus. Die Schwestern widmeten sich fortan der Krankenpflege. 1971 wurde das Krankenhaus in ein Altersheim umgewandelt. 2001 gab die Genossenschaft der Cellitinnen die Trägerschaft ihrer Einrichtungen an den neu gegründeten Verein „Stiftung der Cellitinnen“ ab. Seitdem ist die Marienborn gGmbH, eine Einrichtung der Stiftung, Betreiber des Altenheims Kloster Heisterbach.

Von 1943 bis 2018 befand sich auch das Generalat des Ordens in Heisterbach. Heute leben dort nur noch drei indische Ordensschwestern: Schwester Leena und Schwester Josita, die in der Altenpflege tätig sind, und die Oberin Schwester Anita, die in der Seelsorge tätig ist. Auf den Festgottesdienst folgte ein kurzer Festakt und als Überraschung trat der Circus Carisssima auf.