Postkarten aus El Salvador

Hallo nach Deutschland,

Nein, „schön“ ist es nicht hier. San Salvador kann – wegen heftiger und häufiger Erdbeben – nicht mit Architektur im Kolonialstil aufwarten. Stattdessen ist alles funktional gebaut und zersiedelt.

Aber was mich sehr berührt: Hier bekommt das Sprechen vom „Volk“ und von „den Armen“ einen anderen Klang - erdig, wahrhaftig. Ein Wort der Straße oder des Feldes. Und nicht nur sonntags in der Kirche.

Euer Markus Perger
(Markus Perger, Diözesanstelle Weltkirche/Weltmission im Erzbistum Köln)

Liebe Kirchengemeinde,

was für ein Wunder! Eine Woche nach seiner Heiligsprechung stehe ich am Grab des Hl. Oscar Romero in der Krypta der Kathedrale von San Salvador. Hier ist richtig was los: Die Menschen lieben ihren Santo Romero und wollen ihm nicht nur in der Kirche nah sein.

Überall auf den Straßen des Landes begegnen wir ihm in unzähligen wunderbaren Wandbildern, Plakaten und Aufklebern. Auch 38 Jahre nach seinem Tod ist er der geistige Vater und Beschützer der Mehrheit der Einwohner, die in Armut ums Überleben kämpfen. Die Begegnung mit dem Heiligen hat mich tief beeindruckt, insbesondere seine tiefe Gottverbundenheit und seine entschlossene Hingabe an die Armen - gegen alle Widerstände, bis zum Äußersten.

Euer Matthias Gill
(Diakon in der Pfarrgemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch, Köln)